Unser Hof und seine Landschaft
Unser Hof umfasst rund 4 Hektar Wiesen, einen kleinen Bereich mit Obst- und Beerenanbau sowie etwa 14 Hektar Wald.
Das Heu unserer Wiesen wird gemäht, sorgfältig getrocknet und im Stadel für den Winter eingelagert. In der kalten Jahreszeit dient es als wertvolles Futter für unsere Ziegen und Schafe.
Die Früchte und Beeren, die auf unserem Hof wachsen, bieten wir unseren Gästen frisch oder in veredelter Form als Marmeladen und Säfte an - ein Stück Hofnatur zum Genießen.
Was ist eigentlich ein Schildhof?
Unser Schildhof blickt auf eine über 700-jährige Geschichte zurück - eine Geschichte, die wir bis heute mit ihren Rechten und Pflichten bewusst leben.
Es ist kaum vorstellbar, dass selbst heute noch Traditionen und Regeln gelten, die bereits unseren Gründerfamilien vor vielen Generationen übertragen wurden. Weltweit gibt es nur elf Schildhöfe - alle im Passeier.
Die Geschichte der Schildhofbauern reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück: Sie dienten einst Graf Albert von Tirol als Schildknappen und erhielten dafür besondere Vorrechte. Bis heute bestehen unter anderem das Fischereirecht in der Passer sowie der Schutz des Klerus. Bei kirchlichen Umzügen begleiten die Schildhöfler den Priester mit Schild und Hellebarde - und auch das Gemeindewappen von St. Martin in Passeier trägt diese Symbole.
Was macht den Obergereuthof so besonders?
Unser Hof ist rund 730 Jahre alt, und viele seiner ursprünglichen Strukturen sind bis heute erhalten geblieben. Das Wohnhaus steht unter Denkmalschutz, und gleich daneben befindet sich die originale Getreidemühle aus dem Jahr 1831 - eine der wenigen voll funktionstüchtigen Doppelmühlen Italiens.
Diese Mühlräder sind für uns weit mehr als Technik: Sie sind Symbol unserer Geschichte, unserer Gegenwart und unserer Zukunft. Alles bewegt sich im Kreis - ein Kontinuum. Die beiden Mahlsteine stehen für unsere Familie und unser gemeinsames Leben und Wirken auf dem Hof.
Darum sind sie auch Teil des Logos unserer Brennerei- und Hofprodukte.
Familie, Natur und Produkte - ein gemeinsamer Kreislauf
Für uns ist Familie der Anfang von allem. Nur wenn alle zusammenhelfen, läuft das Rad wirklich rund.
Die Natur behandeln wir mit Respekt: Wir nehmen nur so viel, wie wir brauchen, und teilen unseren Lebensraum mit den Tieren.
Für unsere Gins, Brände, Liköre und Säfte verwenden wir fast ausschließlich das, was unser Hof hervorbringt - vom Wacholder über Aronia bis hin zur Heidelbeere. Was wir selbst nicht erzeugen können, beziehen wir von Partnern aus der Umgebung, etwa Bio-Äpfel und Trester aus dem Dorf. Auch das ist ein Kreislauf, der uns trägt.
Warum wir BIO sind
Diese Frage wird uns oft gestellt - und wir beantworten sie gerne.
Unser Hof besteht seit über 700 Jahren, und schon frühere Generationen kamen ohne Kunstdünger und chemische Spritzmittel aus. Je vielfältiger und bunter unsere Wiesen sind, desto lieber fressen unsere Tiere das Heu. Kräuterreiche Wiesen schenken Duft, Geschmack und Qualität - und genau das möchten wir bewahren.
Deshalb wirtschaften wir im Einklang mit der Natur. Diese Haltung schenkt dem Hof Ruhe und Gelassenheit - und wir möchten, dass unsere Gäste diese besondere Atmosphäre spüren können.
Nachhaltigkeit aus Überzeugung
Auch bei der Energieversorgung achten wir konsequent auf Nachhaltigkeit:
- 100 % erneuerbare Energie
- Strom aus Wasserkraft und Photovoltaik
- Wärme aus regionalen Holzpellets
- Natürlicher Dünger von unseren Schafen und Ziegen
Dabei düngen wir jedes Jahr bewusst nur einen Teil unserer Wiesen. So erhalten wir eine besonders vielfältige Mischung aus Blumen, Gräsern und selten gewordenen Kräutern - und fördern die natürliche Balance unserer Landschaft.
Weil wir an diesen Weg glauben, lassen wir unseren Betrieb seit über 20 Jahren vom Verband Südtirol biologisch zertifizieren.







